Blütenpracht am Mäuseturm

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Ab dem 18. April 2008 wird Bingen für ein halbes Jahr zum rheinland-pfälzischen Mekka der Gartenfreunde. Die Bürger von Bingen können sich darüber hinaus auch lange nach der Landesgartenschau über neue Freizeitangebote und eine Verschönerung ihrer Stadt freuen.

Ganze 70.000 qm Rasen- und Wiesenflächen, 9.000 qm Stauden, Sträucher und Rosen, 7.000 Kubikmeter Schotter, 700 Bäume, 135 Sitzbänke und 270.000 Blumenzwiebeln – in Bingen ist eine ganze Menge gesät, gepflanzt, bewegt, gebaut und gesetzt worden, wenn die Gartenschau ihre Pforten öffnet. 2,7 Kilometer entlang des Rheins kann man dann durch bunte Blumenbeete schlendern, eine Dichterlesung hören, Natur erleben, ein Konzert oder einen Gottesdienst besuchen und abschließend vielleicht den Tag mit einem leckeren Essen und einem guten Wein beschließen.
Die Landesgartenschau teilt sich in vier Kernbereiche auf: Es beginnt stromaufwärts im Osten mit dem ehemaligen Binger Stadthafen, der nun Hafenpark heißt und neben einer neuen Uferpromenade auch die überdachten Hallenschauen zu bieten hat. Nach der Gartenschau soll hier ein ganz neues Wohngebiet entstehen. Der historische Hindenburgpark ist behutsam erneuert und um Elemente wie einen englischen Rosengarten, einen Dichtergarten und die Schaugärten der Binger Partnerstädte bereichert worden. Am Rhein-Nahe-Eck bieten die neu angelegten Rheinterrassen Platz für kulturelle Veranstaltungen und der „Hildegarten“ würdigt die botanischen Forschungen der berühmten Hildegard von Bingen. Auf der westlichen Seite der Nahemündung ist schließlich mit dem Park am Mäuseturm zum ersten Mal seit über 100 Jahren wieder ein Gelände öffentlich zugänglich gemacht worden, das lange Zeit als Bahngelände und Brachfläche diente.

Schmetterlinge und Smaragdeidechsen
Zum Thema Natur und Umwelt sind der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) jeweils mit einem Mustergarten auf der Landesgartenschau vertreten. Der BUND hat einen Schmetterlingsgarten gestaltet, in dem ausschließlich Pflanzen wachsen, die zum Lebensraum oder auf den „Speiseplan“ der zarten Flügelwesen gehören. Im Tiergarten der Region, den der NABU angelegt hat, werden fünf verschiedene Lebensräume aus der Region nachgebildet, in denen sich beispielsweise die Kreuzkröte, der Laubfrosch und die Smaragdeidechse zuhause fühlen. Mit ihren Mustergärten wollen die Naturschützer ins Bewusstsein rufen, wie schützenswert diese Lebensräume sind.

Blütenmeer in karger Halle
In einer ehemaligen Güterabfertigungshalle präsentieren Floristen und Gärtner aus ganz Rheinland-Pfalz insgesamt 18 Hallenschauen zu unterschiedlichen Themen. Da heißt es beispielsweise „Hängende Gärten am Rhein“, wenn Balkonblumen in ihrer schönsten Form gezeigt werden oder „… Sie werden Ihr blaues Wunder erleben“, wenn die ganze Halle in blauer Blütenpracht leuchtet. Die Güterabfertigungshalle wurde an einigen Stellen renoviert und hat neue Fenster bekommen, aber eine völlige Umgestaltung der Halle ist ganz bewusst nicht geplant worden, um den speziellen Charme der früheren industriellen Nutzung zu erhalten.
Die einzelnen Hallenschauen dauern zwischen 10 und 18 Tagen und wenn in der zweigeteilten Güterhalle eine Hälfte für ein neues Thema umgerüstet wird, bleibt die andere Schau für Besucher offen. An den Wochenenden, wenn mit besonders vielen Besuchern zu rechnen ist, können immer zwei Hallenschauen gleichzeitig bewundert werden. Daneben findet auch die Abschlussprüfung der Floristen aus Mainz und Wiesbaden in der Halle statt. Vor den Augen der Zuschauer müssen dann etwa 30 Prüflinge ihr handwerkliches Geschick und ihre Kreativität unter Beweis stellen.

Beten in den Beeten
Auch die katholische und evangelische Kirche beteiligen sich an der Landesgartenschau und möchten den Besuchern auf einem gemeinsamen Gelände im Park am Mäuseturm die Gelegenheit zu Gebeten und zur Auseinandersetzung mit Gott bieten. Unter dem gemeinsamen Motto „Wie ein Baum im lebendigen Wasser“ wechseln sich die beiden Kirchen wöchentlich mit ihrem Programm ab, deren feste Bestandteile tägliche Gebetszeiten um 12 und um 17 Uhr, sowie ein sonntäglicher Gottesdienst um 12 Uhr sein werden. Die evangelische Kirche wird im Verlauf des Sommers verschiedene Aspekte des Themas „Sehnsucht“ aufgreifen, während die katholische Kirche regionale und überregionale kirchliche und weltliche Feste in den Mittelpunkt ihres Programms stellen will. Weitere Informationen zu den Kirchen auf der Landesgartenschau finden Sie im Internet unter www.lgs-evangelisch.de oder www.lgs-katholisch.de

185 Tage voller Höhepunkte
Es gibt viel zu sehen und zu erleben in diesen 185 Tagen von April bis Oktober, mehr als wir hier vorstellen können. Neben den ständigen Gärten und anderen Attraktionen finden auf der Landesgartenschau auch zahlreiche Veranstaltungen statt. Im Juni präsentieren sich beispielsweise die Partnerstädte von Bingen, im Juli ist das Rheingau Musik Festival zu Gast auf der Landesgartenschau und im August kommt es unter dem Motto „Kino Vino“ zu cineastischen Begegnungen bei inspirierenden Weinen. Wer alles genau wissen will, sollte sich im Internet (www.landesgartenschau-bingen.de) schlau machen oder besser gleich direkt nach Bingen fahren. Am besten mit der Bahn, denn die Parkplätze sind begrenzt und die Bahnhöfe „Bingen Stadt“ und „Hauptbahnhof“ sind nur einen Katzensprung von der Landesgartenschau entfernt. Wenn dann noch das Wetter mitspielt, steht einem blumigen Erlebnis nichts mehr im Wege.

Öffnungszeiten und Preise Bonnie and Clyde the movie
Die Landesgartenschau ist vom 18. April bis zum 19. Oktober jeweils von 9.30 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet, bei Abendveranstaltungen kann es auch später werden.

Tageskarten The Bridge on the River Kwai ipod The Dark Half rip

Erwachsene 14 €
Kinder (bis Jhrg. 2001) frei
Jugendliche (bis Jhrg. 1990) 4 €
Abendkarte (ab 17.00 Uhr) 5 €
Gruppen ab 20 Personen 13,30 €

Dauerkarten

Erwachsene 85 €
Kinder frei
Jugendliche 40 €

Der Besitz einer Dauerkarte berechtigt außerdem zum einmaligen kostenfreien Besuch aller anderen Landesgartenschauen in Deutschland.

Kontakt:

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Landesgartenschau Bingen 2008 GmbH
Tel.: (06721) 3098-0
E-Mail: info@lgs-bingen-2008.de
www.landesgartenschau-bingen.de