Bingen – Von Mäusen und Menschen
Rheinhessen hat viele Schätze, die es zu entdecken gilt. Mit unserer Bilderreise stellen wir Ihnen die schönsten Ortschaften und Sehenswürdigkeiten des sonnigen Hügellandes vor.
rostfrei ist das regionale Magazin für die Generation 50plus mit interessanten Themen aus allen Lebensbereichen. In der neuen Ausgabe von rostfrei lesen Sie, warum Tanzen nicht nur gut für Ihren Körper ist. Wir berichten über die Fachkampagne Moderne Altenpflege der Bundesregierung und warum Bingen am Rhein eine Reise wert ist. Sie finden hier erste Informationen über unsere im September 2009 stattfindende Leserreise ins Elbsandsteingebirge. Neben den Artikeln der Printausgabe erhalten Sie hier wertvolle Zusatzinformationen sowie aktuelle Nachrichten und Links rund um das Thema 50plus. Abonnieren Sie bequem und einfach ein Exemplar Ihrer rostfrei, bestellen Sie die Biografie der 104-jährigen Elise Bohlig oder stöbern Sie in alten rostfrei-Ausgaben. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen auf unserer Homepage.
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Bingen – Von Mäusen und Menschen
Rheinhessen hat viele Schätze, die es zu entdecken gilt. Mit unserer Bilderreise stellen wir Ihnen die schönsten Ortschaften und Sehenswürdigkeiten des sonnigen Hügellandes vor.
Darf’s etwas weniger sein?
Ich weiß nicht, wie Sie darüber denken, aber wenn ich Blumen kaufe, möchte ich Blumen. Eigentlich ganz einfach. Ich möchte keine Stöckchen, Hölzchen oder Gitterchen, kein Bast, keine Taftschleife, keinen Schleier und schon gar kein Glitzerspray auf den Blättern. Ich möchte meinen Strauß auch nicht mit drei Meter fliederfarbenem Papier aufgedonnert haben wie einen High-Society-Hut beim Pferderennen in Ascot. Zwei, drei Sträußchen altmodisches Schleierkraut oder ein paar dezente grüne Stängel sind in Ordnung, doch die Rosen, die Gerbera, die Lilien sollen für sich sprechen und keine Nebenrolle spielen. Sorry, ihr von der Floristenzunft, die Ihr die tollsten Kunstwerke kreiert – ist eben Geschmacksache.
Noch einige Beispiele gefällig für „zuviel des Guten“? Reichlich überkandidelt finde ich zum Beispiel die smarten Farbbeschreibungen in Prospekten und Modekatalogen der edleren Art. Mauve, malve, mango, magent – wow, das könnte man glatt vertonen. Es ist aber leider nicht hilfreicher als Salbe auf einem Holzbein. Wenn Sie sich grade an ecru gewöhnt hatten, werden Sie sich nun zwischen kieselstein, birke, sahara, auster oder leinen heillos verfranzen. Und wie grün ist mein T-Shirt, wenn ich es wahlweise in palme, salbei, thymian oder strandhafer bestelle? Da werde ich möglicherweise mein blaues, pardon, grünes Wunder erleben.
Da wir grade bei grün sind. „Hattest Du nicht einen grünen Salat bestellt?“, fragt mein Begleiter. „Eigentlich schon, ich suche ihn grade“, sage ich und räume mit der Gabel drei Walnusskerne, einen Streifen rote Paprika, je einen Löffel Karottenraspel und Krautsalat und vier Cocktailtomaten zur Seite. Außerdem zwei weißliche Stangen, nein, kein Spargel, irgendwas Asiatisches. Dann endlich schimmert es grün und ich finde an der Basis tatsächlich drei Blätter Kopfsalat. Für meinen Geschmack ist dieser Salat eindeutig überqualifiziert!
Genau passend dagegen ist der Wein, den man uns zu den verschiedenen Gängen des Menüs empfiehlt. Vollmundig, weich, trocken oder spritzig – ich bewundere den Sachverstand des Obers.
„Das ist Basiswissen“, relativiert mein Gegenüber, während wir anstoßen. „Da gibt’s noch weitaus schrägeres Vokabular, mit dem Kenner ihren Lieblingswein belegen. Wusstest Du, dass ein Wein muskulös sein kann oder engmaschig, nervig, schlank oder mollig? Dass er sich finessenreich am Höhepunkt bewegen und unendlich im Abgang sein kann?“ Ich lächle meinen Begleiter an. „Du bist sicher, dass Du von Wein sprichst?“
Helga F. Weisse (74)
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ist freie Autorin,
scharfsinnige Alltags-
beobachterin und
Kolumnistin bei rostfrei.
The Rattles: „And the beat goes on”
Ist es der musikalische Zeitgeist der Sixties, der am Beispiel der Hamburger Beat- und Rocklegende „The Rattles“ noch einmal auflebt? Sind es die vielen unveröffentlichten Fotos aus dieser Zeit, oder sind es die interessanten Anmerkungen der Protagonisten, die jedem der 18 Kapitel vorangehen und die diese Dokumentation zu einer wahren Fundgrube werden lassen? Oder sind es gar die unzähligen alten Zeitungsartikel, die man im Buch wiederfindet und die sich teilweise an Respektlosigkeit gegenüber der Beatmusik und deren Musikern geradezu überbieten? Wohl von jedem etwas und für jeden etwas, scheint die schlüssige Antwort.
Ergänzt wird dieses Buch durch die umfangreichste bisher erschienene Rattles-Diskografie sowie dem unglaublichen Rattles-Stammbaum mit weit über 20 Musikern. Autor Werner Walendowski hat aber auch die erfolgreiche „Neu-Zeit“ der Rattles berücksichtigt und hat dankenswerterweise dem heutzutage favorisierten Voyeurismus einen Riegel vorgeschoben.Fazit:
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Ein Buch, das dem Stellenwert der Rattles damals wie heute gerecht wird.
Text:
Wolfgang Kling
The Rattles:
Die Story von 1960 bis heute Heart and Souls Phone Booth movie The Next Best Thing moviesCass buy
Hommage Verlag, 2008
Vertrieb Membran International GmbH
250 Seiten,
29,95 Euro